Die richtige Versicherung für Deine PV Anlage

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Hochwertige PV-Anlage auf einem Eigenheim.

Die PV-Anlage ist montiert, der erste Solarstrom fließt – und dann kommt die Frage, die viele Betreiber aufschieben: Wie versichere ich das Ding eigentlich, und was kostet mich das? Wir vergleichen die Optionen, ordnen die Kosten ein und zeigen, welcher Weg zu welchem Anlagentyp passt.

Die zwei Wege zur versicherten PV-Anlage

Für private PV-Anlagen gibt es zwei etablierte Absicherungswege – und beide haben ihre Berechtigung:

Option 1: Integration in die Wohngebäudeversicherung. Die Anlage wird als Bestandteil des Gebäudes mitversichert. Bei der Schleswiger geht das ab dem Tarif Top: Photovoltaikanlagen bis 20 kWp sind dort bis 25.000 Euro versichert, im Top Plus bis zur vollen Versicherungssumme – inklusive Module, Wechselrichter, Verkabelung, Montagesystem und sogar Wallbox (sofern mit Solarstrom betrieben). Abgedeckt sind Feuer, Blitzschlag, Überspannung durch Blitz, Sturm, Hagel und Leitungswasser.

Option 2: Die eigenständige Elektronikversicherung. Die Schleswiger Elektronikversicherung für Anlagen zur nachhaltigen Energie- und Wärmegewinnung ist eine Allgefahrendeckung – versichert ist grundsätzlich alles, was nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist. Das schließt die typischen PV-Schäden ein, bei denen die Gebäudeversicherung passen muss: Überspannung ohne Blitzeinschlag, Kurzschluss, Bedienungsfehler, Konstruktions- und Materialfehler, einfacher Diebstahl und – besonders wertvoll – der Ertragsausfall über die Nutzungsausfallentschädigung. Der Top Plus Tarif schützt sogar vor Tierbiss und bietet eine Teilerstattung von Reparaturkosten für provisorische Maßnahmen.

Die beiden Optionen im Leistungsvergleich

Leistung Gebäudeversicherung
(ab Top)
Elektronikversicherung
Sturm, Hagel, Feuer, Blitz
Versichert Versichert
Versichert Versichert
Überspannung durch Blitz
Versichert Versichert
Versichert Versichert
Überspannung ohne Blitz
Nicht versichert Nicht versichert
Versichert Versichert
Kurzschluss, technische Defekte
Nicht versichert Nicht versichert
Versichert Versichert
Bedienungsfehler
Nicht versichert Nicht versichert
Versichert Versichert
Tierverbiss (Marder)
Nicht versichert Nicht versichert
Versichert Versichert
Einfacher Diebstahl
Nur mit Kostenpaket Nachhaltigkeit
Versichert Versichert
bis 5.000 / 7.500 €
Ertragsausfall
Nicht versichert Nicht versichert
Versichert Versichert
2,50 €/kWp/Tag
Anlagen 10–15 Jahre
Versichert Versichert
Sonderdeckung

Was kostet die Versicherung einer PV-Anlage?

Die Frage nach den Kosten lässt sich seriös nur mit Spannen beantworten, denn die Prämie hängt von Anlagengröße, Anlagenwert, Tarif und individuellen Faktoren ab. Zur Orientierung:

Integration in die Gebäudeversicherung: Der Einschluss der PV-Anlage in die Wohngebäudeversicherung erhöht die Prämie meist nur moderat – je nach Anlagenwert und Tarif oft im Bereich von wenigen Euro monatlich. Bei der Schleswiger ist die Mitversicherung im Rahmen der Tarife Top und Top Plus über die höhere Versicherungssumme abgebildet; das Kostenpaket „Nachhaltigkeit“ für Diebstahl- und Ausfallschutz kommt als Baustein hinzu.

Eigenständige Elektronikversicherung: Am Markt liegen spezielle PV-Versicherungen für private Anlagen üblicherweise zwischen 60 und 150 Euro im Jahr – abhängig von Anlagengröße (kWp), Anlagenwert, gewähltem Tarif und Deckungsumfang. Eine 10-kWp-Anlage mit Speicher liegt tendenziell im oberen, ein Balkonkraftwerk im unteren Bereich. Die konkrete Prämie für Deine Anlage berechnest Du am besten individuell. Gerne beraten wir Dich dazu.

Die Gegenrechnung: Ein einziger Wechselrichter-Tausch nach Überspannung kostet 1.500 bis 3.000 Euro. Ein Hagelschaden an mehreren Modulen schnell 5.000 Euro und mehr. Dazu der Ertragsausfall: Bei einer 10-kWp-Anlage entgehen Dir pro Stillstandswoche im Sommer rund 100 Euro. Gemessen daran ist die Jahresprämie überschaubar – sie entspricht oft dem Solarertrag von zwei bis drei Sommerwochen.

Kostenfaktoren für die PV-Versicherungsprämie
  • Anlagengröße: in kWp und Anlagenwert (inkl. Speicher)
  • Tarifwahl: Top vs. Top Plus (Selbstbeteiligung 250 € vs. 150 €)
  • Deckungsumfang: mit/ohne Ertragsausfall, Elementar, Diebstahl
  • Alter der Anlage: Anlagen über 10 Jahre über Sonderdeckung
  • Montageart: Aufdach, Indach, Freifläche, Balkonkraftwerk

Tipp: Prämie direkt online berechnen oder beraten lassen – pauschale Preisangaben ersetzen keine individuelle Kalkulation.

Welche Option passt zu welcher Anlage?

Kleine Anlage, knappes Budget: Balkonkraftwerke und kleine Aufdachanlagen ohne Speicher sind über die Gebäudeversicherung (ab Top) solide gegen die Hauptrisiken abgesichert. Balkonkraftwerke sind zudem in der Hausratversicherung als versicherte Sache aufgeführt.

Standard-Anlage mit Speicher (8–15 kWp): Hier steckt echtes Geld im System – und der Speicher bringt eigene Elektronikrisiken mit. Die Elektronikversicherung mit Allgefahrendeckung und Ertragsausfallschutz ist die rundere Lösung. Wichtig beim Speicher: In der Gebäudeversicherung gilt nach 5 Jahren ein monatlicher Zeitwertabzug; die Elektronikversicherung im Top Plus verzichtet dagegen auf den Abzug „Neu für Alt“.

Kreditfinanzierte Anlage: Die GAP-Deckung der Elektronikversicherung (Top Plus) zahlt die Restschuld des Kredits, wenn die Anlage nach einem Totalschaden nicht wiederbeschafft werden kann – ein Muss für alle, die noch Raten abzahlen.

Bestandsanlage über 10 Jahre: Viele Versicherer winken ab – die Schleswiger Sonderdeckung für PV-Anlagen zwischen 10 und 15 Jahren hält den Schutz aufrecht.

FAQ: PV-Anlage richtig versichern

Als Marktorientierung: eigenständige PV-Versicherungen für Privatanlagen liegen meist zwischen 60 und 150 Euro jährlich, abhängig von Größe, Wert und Deckung. Der Einschluss in die Gebäudeversicherung ist oft günstiger, deckt aber weniger Risiken ab. Die exakte Prämie ergibt die individuelle Berechnung.

Nein. Bei der Schleswiger braucht es mindestens den Tarif Top – und die Anlage sollte dem Versicherer gemeldet sein. Im Basis-Tarif sind PV-Anlagen nicht versichert.

Bei Anlagen ab etwa 8 kWp ja: Die Nutzungsausfallentschädigung von 2,50 Euro pro kWp und Tag gleicht den entgangenen Ertrag aus – bei 10 kWp sind das 75 Euro pro Stillstandswoche allein an Entschädigung. Ebenfalls können sich Reparaturen über Wochen ziehen.
In der Elektronikversicherung 250 Euro (Top) bzw. 150 Euro (Top Plus) je Sachschaden. Beim einfachen Diebstahl gelten 500 bzw. 250 Euro.
Die vom Hersteller empfohlenen Wartungsintervalle sind eine Obliegenheit. Wartungen dokumentieren – das sichert im Schadenfall die volle Leistung.
Die Wallbox ist in der Schleswiger Gebäudeversicherung als Komponente der PV-Anlage mitversichert, sofern sie mit Solarstrom der versicherten Anlage betrieben wird.

Fazit: Die richtige Versicherung folgt dem Anlagenwert

Für kleine Anlagen reicht der Gebäudeschutz, für vollwertige PV-Systeme mit Speicher ist die Elektronikversicherung mit Allgefahrendeckung und Ertragsausfallschutz die konsequentere Wahl. Die Kosten bleiben in beiden Fällen überschaubar – gemessen an dem, was ein einziger unversicherter Schaden aus der Amortisationsrechnung macht. Am Ende zählt: Prämie individuell berechnen lassen und den Schutz an den tatsächlichen Anlagenwert anpassen.