Bauherren-Checkliste: Was musst Du vor dem ersten Spatenstich erledigen?

Inhaltsverzeichnis

Ein Hausbau beginnt nicht mit dem Fundament, sondern mit der Vorbereitung. Grundstückskauf, Finanzierung, Genehmigung, Versicherung – wer hier den Überblick behält, vermeidet teure Fehler und böse Überraschungen. Unsere Checkliste bringt Ordnung in die wichtigsten Schritte vor Baubeginn.

Phase 1: Planung und Finanzierung

Grundstück prüfen. Vor dem Kauf: Bebauungsplan einsehen, Altlastenverdacht prüfen, Grundwasserstand ermitteln, Baugrund untersuchen lassen. Ein Baugrundgutachten (ca. 1.000–2.500 Euro) kann teure Überraschungen verhindern – unbekannte Bodenverhältnisse gehören zu den häufigsten Ursachen für Bauverzögerungen und Mehrkosten.

Finanzierung sichern. Baufinanzierung mit der Bank abschließen, Fördermittel (KfW, BAFA) prüfen, Eigenkapitalanteil festlegen. Die Bank verlangt in der Regel den Nachweis einer Wohngebäudeversicherung als Bedingung für die Kreditauszahlung – kläre das frühzeitig.

Baugenehmigung einholen. Je nach Bundesland und Bauvorhaben kann die Genehmigung mehrere Wochen bis Monate dauern. Ohne Baugenehmigung kein Baubeginn.

Architekten und Bauunternehmer auswählen. Referenzen prüfen, mehrere Angebote einholen, Verträge sorgfältig prüfen. Achte auf klare Leistungsbeschreibungen, einen verbindlichen Bauzeitplan und eine eindeutige Regelung der Gewährleistung.

Kosten, die viele Bauherren vergessen

Phase 2: Versicherungen abschließen

Bevor der erste Spatenstich gesetzt wird, müssen die Versicherungen stehen. Die Reihenfolge ist wichtig:

1. Bauherrenhaftpflichtversicherung – schützt vor Schadensersatzforderungen Dritter. Muss vor Baubeginn stehen.

2. Bauleistungsversicherung – schützt den Rohbau und alle Bauleistungen gegen unvorhergesehene Schäden. Bei der Schleswiger inklusive Feuerrohbauversicherung (bis 24 Monate) und optional mit Elementarschutz, Diebstahl fest verbauter Teile und vielem mehr.

3. Private Bauhelfer bei der BG Bau anmelden – wer Freunde oder Familie auf der Baustelle helfen lässt, muss diese bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft registrieren. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und schützt die Helfer bei Unfällen.

4. Wohngebäudeversicherung vorbereiten – idealerweise bereits während der Bauphase beantragen, damit der Schutz nahtlos nach Fertigstellung beginnt. Die Feuerrohbauversicherung der Schleswiger ist beitragsfrei, wenn anschließend eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen wird.

Versicherungs-Checkliste für Bauherren

Phase 3: Vor Baubeginn auf der Baustelle

Baustelle einrichten. Bauzaun aufstellen, Zufahrt sichern, Bauschild anbringen (in vielen Gemeinden Pflicht). Die Schleswiger versichert Bauschilder und Werbetafeln im Top-Plus-Tarif bis 10.000 Euro.

Zustand dokumentieren. Fotografiere das Grundstück, die angrenzenden Gebäude und die Umgebung vor Baubeginn. Wenn Du einen Altbau sanierst, erstelle Zustandsberichte und markiere vorhandene Risse – die Versicherungsbedingungen verlangen das als Obliegenheit.

Bauzeitplan festlegen. Die Bauleistungsversicherung hat eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten (Top Plus: bis 36 Monate). Passe die Vertragslaufzeit an den realistischen Bauzeitplan an – bei Verzögerungen rechtzeitig verlängern.

Nachbarn informieren. Ein kurzes Gespräch mit den Nachbarn über den geplanten Bauablauf kann Konflikte vermeiden und schafft potenzielle „Aufpasser“ gegen Vandalismus und Diebstahl.

Phase 4: Während der Bauphase

Regelmäßig kontrollieren. Besuche Deine Baustelle regelmäßig – nicht nur wegen der Qualitätskontrolle, sondern auch, um die Sicherung zu überprüfen (Bauzaun, Beleuchtung, Abdeckungen). Bei angekündigten Unwettern: Provisorische Sicherungsmaßnahmen veranlassen.

Änderungen dem Versicherer melden. Ändert sich die Bauart, die Bauzeit oder die Bausumme, muss der Versicherer informiert werden. Eine höhere Bausumme bedeutet eine höhere Versicherungssumme – und ohne Anpassung droht Unterversicherung.

Abnahmen dokumentieren. Lass jedes fertiggestellte Gewerk abnehmen und protokollieren. Das schützt Deine Gewährleistungsansprüche und hilft im Versicherungsfall bei der Schadenregulierung.

Fazit: Gute Vorbereitung spart Zeit, Geld und Nerven

Ein Hausbau ist ein Projekt, das sich über Monate oder Jahre erstreckt. Wer die Vorbereitung ernst nimmt – Finanzierung, Genehmigungen, Versicherungen, Dokumentation –, baut entspannter und ist im Ernstfall abgesichert. Die Checkliste hilft, nichts Wichtiges zu vergessen.

Bereit für Dein Bauprojekt? Kontaktiere uns – wir helfen Dir, den richtigen Versicherungsschutz von Anfang an aufzubauen.